12/02/2008

Theater des Schweigens


ja , wo soll ich anfangen. nach 5 Tagen in kuba bin ich traurig. ich sehe fast nur in traurige gesichter und als ich einen schauspieler fragte, der oft im ausland ist, ob er das auch so sieht, sagt er nur, weisst du, hier warten alle seit generationen darauf, dass ich was aendert und wir sind muede vom warten...und auf einer insel zu sein, macht alles schlimmer...es ist eine poltik des schweigens...und das macht das leben hier zu einem grossen theater des schweigens...
ja und das kubanische theater?
gerade spielen viele gruppen hier deutsche stuecke von dea loher, fritz kater, fassbinder und buechner. pures interesse? ein Hype? nein, die deutsche Botschaft gibt den Gruppen gutes geld fuer diese produktionen, mehr als das kulturministerium den gruppen geben kann...ein neuer kolonialismus?
auf der anderen seite sagte mit ein junger schauspieler vom Argos teatro, der in "avalon-eine nacht in Bangkok" von Fritz Kater spielt, dass ihn dieses stueck veraendert hat und er jetzt andere sachen liest als voher oder ganz andere gedanken hat und dass er aber auch angst hat, das ihn das stueck oder die deutschen stueck verrueckt werden lassen, weil sie einen so mit sich selbst konfrontieren.

Keine Kommentare: